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Vorgeschichte dieser Sammlung bis zu ihrer offiziellen Eröffnung ist lang und
interessant. Sie setzt sich aus einigen Privatsammlungen zusammen, die im Laufe der Zeit
zur Archäologischen Sammlung Osor zusammengewachsen sind. Die Sammlung besteht aus
Spolien aus Stein, die der Bischof von Osor, Dinaricic, im XVIII Jh. gesammelt hat,
weiters aus der archäologischen Sammlung der Familie Solis vom Anfang des XX Jhs. und aus
der Privatsammlung des Oberpfarrers von Osor, Ivan Kvirin Bolmarcic, der wegen seiner
Sammlungs- und Forschungstätigkeit in Osor von 1868 bis 1881 als Gründer dieser Sammlung
gilt. Deshalb wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Archäologischen Sammlung
Osor 1989 in Anerkennung seiner Tätigkeit in der Loggia seine Büste aufgestellt. Die
Sammlung von Bolmarcic ging 1889 in den Besitz der damaligen Gemeinde Osor A1ber und wurde
offiziell der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht.
Die Archäologische Sammlung selbst ist in den ehemaligen Räumen des Rathauses untergebracht, ein Teil des Lapidariums ist in die Stadtloggia eingebaut und das Depot befindet sich im ehemaligen Stadtgefägnis. Das Lapidarium in der Loggia besitzt römische Inschriften, architektonische Dekorelemente aus Stein, Renaissanceinschriften und einen mit einem Wappen versehenen Renaissancetürsturz. Im ersten Stock des ehemaligen Rathauses befindet sich die Ausstellung antiker Gegenstände, die in Osor gefunden wurden und hauptsächlich aus dem Gräberfeld auf der Lošinjer Seite der Kavuada stammen, das Bolmarcic freilegte. Das ausgestellte Material stammt vorwiegend aus dem I und II Jh. n. Chr., d.h. aus der Zeit des frA1hen Kaisertums. Dieses Material veranschaulicht den Alltag in Osor zu jener Zeit. Der Grossteil der Ausstellungsstücke stellt einen Import aus allen Himmelsrichtungen der damals bekannten antiken Welt dar und ist ein beredtes Zeugnis der Handels- und Seeverbindungen von Osor und seiner Bedeutung in der Antike. Die Sammlung selbst besitzt auch anderes wertvolles archäologisches Material, sowohl aus der Urgeschichte, als auch aus dem Frühchristentum und Mittelalter, das aber zur Zeit noch nicht wegen der Restaurationsarbeiten und fachlichen Bearbeitung für die Öffentlichkeit ausgestellt ist. |
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